Mein Blog - Bewusst heilen

Ich schreibe hier über verschiedene Themen des Lebens.

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Viel Spaß beim Lesen...

Was mache ich eigentlich als Doula?

Doula bedeutet 'Dienerin der Frau'...
Aber was mache ich genau? Womit diene ich?
Eine echt komplizierte Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist. Auf die Schnelle sage ich immer "das ist eine mentale Schwangerenbegleitung". Aber viel sagt das ja nicht aus. Ganz einfach... Ich bin eine Frau, Tochter, Schwester, Tante, Mama und Ehefrau auf dem Weg durch das Leben hier auf der Erde, mit all seinen Höhen und Tiefen, mit all dem Licht und der Dunkelheit, habe Kindheitspädagogik studiert und eine Art Ausbildung zur Doula gemacht. Wahrscheinlich denkst du jet
Da ich noch nicht wirklich den richtigen Begriff für mich gefunden habe, wenn es den überhaupt gibt.. Denn gefühlt bin ich einfach Josi und bin mit dem, was da so alles in mir ist, für dich da. Ja, was ist denn so in mir? Erfahrungen aus meinem Kinderleben in einer Großfamilie mit Pflegekindern, meinem Beruf als Pädagogin, meinen ErfAls Doula begleite ich dich in dein Leben als Mama und durch all die Herausforderungen, die das Leben mit Kindern, als Familie aber auch als Paar so mit sich bringen und für die man sich, nicht selten, eine Gebrauchsanweisung wünscht. 
Na ja, um ehrlich zu sein ist das Wort `Begleitung` das nächste Wort, das ich nicht so passend finde. Es klingt als wärst du  bedürftig, bräuchtest jemanden, der dir zeigt, wo du lang laufen musst. Aber so ist es nicht. Überhaupt nicht. Du hast alles in dir, was du brauchst für die Geburt, die Schwangerschaft und um die Mama zu sein, die dein Kind braucht. 
Ich bin also nicht die Jenige, die Ansonsten hättet ihr euch ja nicht hier auf der Erde zusammengefunden. Nur ist es in meinen Augen so, dass aus verschiedenen Gründen, dieses innere Wissen, also unsere Intuition, manchmal wie ausgeschaltet ist. Oder eher wie überdeckt ist überdeckt von unzähligen Dingen... Unsere eigene Geschichte, unsere Erfahrungen, die unzähligen Ratschläge von allen möglichen Menschen, tief verankerte Glaubenssätze, Ängste... Und noch so viel mehr wuselt durch unser Bewusstsein und wir lassen uns davon ablenken. Und dann kommt dieses kleine Wesen in unser Leben und wirbelt wie ein kleiner Sturm all das auf. Und eh wir uns versehen hängen wir fest in altem Schmerz, stoßen an die berühmt berüchtigten "Innere - Kind - Themen" und wissen nicht mehr, was richtig und falsch ist.

 
Babysöckchen, Stubenwagen, Freude, Liebe, Glück - sooo schön der Gedanke Mama zu werden.
100.000 kluge Ratschläge, die unterschiedlicher nicht sein könnten
Verrückte Zeiten erfordern manchmal Lösungen, die man für, mindestens genauso, verrückt hält
Als Doula begleite ich dich mental und emotional in dein Leben als Mama 
und helfe dir durch all diese ungeahnten Herausforderungen, 
für die es leider keine Gebrauchsanweisung gibt. 
Bereits mit dem Kinderwunsch beginnt das Leben als Mama 
und damit eine niemals endende Liebesgeschichte. 
Und wie es in der Liebe so ist, wechseln sich Glück und Herausforderung oft sehr verlässlich ab.
All die Gedanken und Gefühle, die sich zwischen Liebe und Leben gerne zeigen, 
sind nicht immer leicht mit sich selbst auszumachen.
Bei mir findest du Raum für all deine Fragen, Sorgen, Ängste, Bedenken und Themen, die gesehen werden wollen. 

Traumatische Geburt aber -Hauptsache mein Kind ist gesund?-

 „Ja, war blöd, dass die Geburt so war aber Hauptsache mein Kind ist gesund, das ist mein größter Trost.“ Wie oft habe ich diesen Satz ausgesprochen und versucht mich damit zu trösten, den Schmerz zu lindern, mir die Dinge schön zu reden. Und wie oft habe ich diesen oder ähnliche Sätze von anderen Menschen gehört und mich schlecht und undankbar gefühlt, weil da irgendwie trotzdem dieses Gefühl in mir blieb. Dieses Gefühl, dass es so nicht richtig war. Dieses Gefühl, dass ich es gern anders gehabt hätte. Und noch so viele andere Gefühle, die ich damals noch gar nicht in Worte fassen konnte.
Und ich möchte es nicht klein reden. Ja, es war wirklich das größte Glück für mich, dieses unglaubliche Wunder im Arm zu halten, heil und gesund. Wo mir doch vor der Geburt solche Angst gemacht wurde, dass meinem Baby während der Geburt etwas passieren könnte. Und das Glück blieb, wurde immer größer. Mein Kind wuchs gesund heran und entwickelte sich prächtig. Ich war die glücklichste Mama der Welt. Immer wieder überkam mich eine unfassbare Dankbarkeit für dieses Glück. Und ja, für den Moment half es auch immer wieder ein wenig und tröstete mich irgendwie auch ein Stück weit. 
Doch tief in mir drin brodelte es trotzdem weiter, sprudelte, wenn das Thema Geburt auf den Tisch kam. 
Ich habe nicht verstanden, warum ich nicht einfach glücklich sein konnte, weil es mir und meinem Kind doch gesundheitlich gut ging. Stattdessen war ich immer wieder traurig und enttäuscht, weil die Geburt nicht so war, wie ich sie mir gewünscht hatte. 
Es war eine Endlosspirale, erst kam Traurigkeit, dann der Versuch mich mit dem Glück meines Kindes zu trösten, gefolgt von schlechtem Gewissen, weil ich nicht einfach zufrieden sein konnte und aus der Verzweiflung heraus, weil ich ja an der Geburt nichts mehr ändern konnte, kam dann das große Wegschieben. Es war das Unterdrücken eines unnachgiebigen Schmerzes, der sich aber all die Jahre doch immer wieder zeigte und einfach nicht kleiner werden wollte, so sehr ich auch versuchte, mich damit zu trösten, dass mein Kind und ich gesund aus der Geburt gegangen waren. 
Nach jahrelangem Leiden in dieser, sich fortlaufend widerholenden, Endlosspirale und mit dieser nicht heilen wollenden Erfahrung, die Einfluss auf so viele Dinge in meinem Leben nahm, kam mir irgendwann eine Erkenntnis, die alles veränderte und mir eine riesige Last von den Schultern nahm, von der ich damals noch gar nicht wusste, dass ich sie mir selbst auferlegt hatte: 
„Ich darf BEIDES fühlen! Meinem Kind wird nichts passieren, wenn ich den Schmerz zulasse!"
Ja ein winzig kleines Detail, das ich mir vorher einfach nicht zugestehen konnte. Ich war geblendet von dem Glaubenssatz, dass man eben nicht alles haben könne. So wurde es uns doch beigebracht. Alles hat man nie beisammen. Irgendwas ist ja immer. Bla bla bla… Was für ein Scheiß! Was für ein starker Glaubenssatz, mit dem ich mich nicht nur von meinem Heilungsweg abbringen lassen habe, sondern der uns alle so oft davon abhält, ein Leben in Fülle zu leben. Wir gestehen uns nicht zu, alles haben zu dürfen. Du hast ein gutes Einkommen, was willst du denn noch? Du hast einen tollen Partner, was willst du denn noch? Du hast ein gesundes Kind, was willst du denn noch? 
Und damit verschließen wir die Tür in unser tiefstes Inneres, unterdrücken den Schmerz, weil wir denken, er stehe uns nicht zu. Und vor allem verpassen wir so das Wichtigste an herausfordernden Erfahrungen, und zwar den darin liegenden Schatz. Denn in jeder Erfahrung, die wir als unbequem, vielleicht unerträglich empfinden, liegt ein unglaubliches Wachstumspotential. Ein Licht, das wir jedoch nur dann finden, wenn wir uns durch die Dunkelheit des Schmerzes trauen.
Und jetzt für Dich! Lies das immer wieder, bis du es wirklich fühlen kannst: 
Ich darf BEIDES fühlen! 
Du darfst auf der einen Seite dankbar und glücklich sein, weil du dein gesundes Kind in den Armen hältst. UND du darfst traurig, wütend und enttäuscht sein, weil die Geburt so war, wie sie war und weil du es dir verdammt nochmal anders gewünscht hast. 
Öffne diese Büchse der Pandorra, lass das Fass mit all dem Schmerz, der Trauer, der Wut, der Enttäuschung, dem schlechten Gewissen, dem Hass und all diesen anderen unerträglichen Gefühlen wegen der Geburt, endlich überlaufen. Lass die Tränen kullern, sprich endlich all das aus, was sich festgesetzt hat in dir, weil es nie so richtig da sein durfte, schreie, hasse, weine… Alles darf sein. 
Fühl dich gehalten du wundervolle Mama… Du bist nicht allein.